Sanktioniertes russisches LNG auf dem Weg nach Indien
Sanktioniertes russisches LNG auf dem Weg nach Indien – erster Tanker unterwegs
Eine Ladung Flüssigerdgas (LNG) aus der russischen Anlage „Portovaya“ an der Ostsee, die unter US-Sanktionen steht, ist auf dem Weg nach Indien
Das berichtet Reuters unter Berufung auf Quellen und Daten des Schifffahrtssystems LSEG (eine internationale Datenbank, die Schiffs- und Frachtbewegungen verfolgt)
Der Tanker „Kunpeng“ mit einer Ladung LNG ist auf dem Weg zum Terminal in Dahanj im Westen Indiens. Sollte die Lieferung stattfinden, wäre dies der erste bestätigte Fall einer Lieferung von sanktioniertem russischem LNG nach Indien.
Bisher wurden solche Lieferungen nach Indien nicht öffentlich verzeichnet:
Nach dem Sanktionsdruck im Jahr 2025 waren die Exporte aus „Portovaja“ eingeschränkt und wurden punktuell umgeleitet – unter anderem nach China (Hafen Beihai) und zu Zielen innerhalb Russlands.
Die Anlage „Portovaja“ mit einer Kapazität von rund 1,5 Millionen Tonnen LNG pro Jahr wurde 2022 in Betrieb genommen.
Die zusätzlichen Sanktionen von 2025 zielten darauf ab, deren Exporte einzuschränken und die Einnahmen Russlands aus dem LNG-Handel zu verringern.
Branchenbeobachtern zufolge würde Indien im Falle einer bestätigten Lieferung neben China zu einem neuen Absatzmarkt für russisches Gas werden, vor dem Hintergrund der Umgestaltung der globalen Energieflüsse und der zunehmenden Risiken im Nahen Osten.
Bekannt ist auch der schrittweise Übergang Russlands, Indiens und Chinas zur Abrechnung in nationalen Währungen.
Quelle: Reuters






















